Veröffentlicht: Neue S3-Leitlinie „Diagnostik und Behandlung des Bruxismus“

Zähneknirschen, Kiefergelenkschmerzen, Überempfindlichkeiten der Zähne etc. – Bruxismus kann mit erheblichen nicht kariösen Zahnhartsubstanzverlusten und/oder dem Verlust von Restaurationsmaterialien (Zahnersatz) einhergehen. Zudem erhöht sich bei Bruxismus das Risiko für das Frakturieren von Zahnersatz. Jüngst ist eine wissenschaftliche S3-Leitlinie zu dem Thema veröffentlicht worden.

In Deutschland ist jeder Fünfte vom Bruxismus betroffen. Allerdings beurteilen internationale Experten der Zahnmedizin das Phänomen nicht als Krankheit, weisen jedoch darauf hin, dass das Zähneknirschen krank machen kann. Die häufigste Therapieform für Bruxismus besteht in der Aufklärung und der Herstellung einer Okklusionsschiene. Eine solche Schiene wird in enger Zusammenarbeit mit dem Zahnarzt individuell im Dentallabor (z. B. bei Dentaltechnik Lutz Tamaschke, Berlin) hergestellt.

Bruxismus S3-Leitlinie

Wie Bruxismus diagnostiziert wird, welche Zusammenhänge zwischen CMD, Bruxismus und Okklusion bestehen, welche reversiblen und definitiven zahnärztlichen Maßnahmen empfohlen sind etc. …. all dies ist komplex und vielschichtig. Im Juni 2019 wurde zum Thema Bruxismus eine S3-Leitlinie veröffentlicht. Diese zielt darauf ab, Zahnärzten eine evidenzbasierte Handlungsanweisung zur Verfügung zu stellen.
Neue Leitlinie (Quelle DGZMK)

Diagnostik und Behandlung von Bruxismus

„Erstmals ist nach den Regularien der AWMF (Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften) eine S3-Leitlinie zu den vielfältigen Verfahren der Diagnostik und Behandlung des Bruxismus entwickelt worden. Federführend durch die DGFDT und die DGZMK wurde in Zusammenarbeit mit 30 weiteren beteiligten Fachgesellschaften und Institutionen eine breit konsentierte Orientierungshilfe vorgelegt, die Zahnärzten eine evidenzbasierte Handlungsanweisung zu Diagnostik und Behandlung des Schlaf- und Wachbruxismus gibt. Dabei soll eine Vernachlässigung des Problems ebenso vermieden werden wie die Gefahr der Übertherapie.

Zur Leitlinie und zum Methodenreport

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